Bunker im Golf und wie du sicher wieder aus dem Sand kommst
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Der Golfball hüpft über die Grünkante, verschwindet im Sand und aus einem guten Loch wird plötzlich ein Kampf. Die gute Nachricht ist, dass du den Ball aus dem Grünbunker gar nicht direkt treffen musst, denn der Sand trägt ihn hinaus. Selbst Tourprofis retten nur rund jeden zweiten Ball von dort mit höchstens zwei Schlägen ins Loch. Für dich zählt deshalb vor allem eines, mit einem Schlag sicher herauskommen.
Das Wichtigste in Kürze
Im Bunker triffst du den Sand rund 3 bis 5 Zentimeter hinter dem Golfball, nicht den Ball selbst.
Technik für den Grünbunker
- Stand: Im Sand die Füsse leicht eingraben, offen stehen und den Ball auf Höhe der vorderen Ferse platzieren.
- Gewicht: Rund 60 Prozent des Gewichts liegen beim Sandschlag auf dem vorderen Bein, während des ganzen Schwungs.
- Schlagfläche: Die Schlagfläche vor dem Greifen öffnen, damit der Ball steil über die Kante steigt.
- Schwung: Voll durch den Sand beschleunigen, denn ein abgebremster Schwung lässt den Ball im Sand liegen.
- Schläger: Ein Sand Wedge mit 54 bis 58 Grad Loft ist ideal, für Einsteiger eignet sich ein 56-Grad-Modell.
Was die Regeln im Sand erlauben
- Erlaubt: Laub, Zweige und Steine entfernen und den Sand berühren, solange du seine Beschaffenheit nicht testest.
- Verboten: Den Sand mit dem Schläger direkt vor oder hinter dem Ball, beim Probeschwung oder im Rückschwung berühren.
- Strafe: Ein Regelverstoss im Bunker kostet zwei Schläge im Zählspiel oder das Loch im Lochspiel.
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Was ein Sandhindernis auf dem Platz ausmacht
Laut den offiziellen Golfregeln ist ein Bunker eine speziell präparierte Fläche, aus der Gras und Erde entfernt und durch Sand ersetzt wurden. Sein Zweck ist klar umrissen, er soll prüfen, wie gut du einen Ball aus dem Sand spielen kannst. Umgangssprachlich hörst du auch Sandbunker oder, aus dem Englischen, Sand Trap.
Wann dein Ball tatsächlich im Bunker liegt, legt Regel 12.1 genau fest. Es reicht, wenn irgendein Teil des Balls den Sand innerhalb der Bunkerkante berührt. Liegt er dagegen auf der begrasten Kante, auf einer Grasinsel mitten im Sand oder in einer sandigen Brachfläche, einer sogenannten Waste Area, gelten die ganz normalen Regeln des Geländes.
Ihren Ursprung haben die Sandmulden auf den schottischen Linksplätzen. Der Überlieferung nach entstanden dort durch Wind und Schafe, die in den Dünensenken Schutz suchten, offene Sandstellen, die die ersten Golfer kurzerhand ins Spiel einbezogen. Heute plant jeder Platzarchitekt sie bewusst ein. Sie lenken deine Strategie, bestrafen ungenaue Schläge und schützen die Grüns vor allzu einfachen Annäherungen.
Kein Sand gleicht dem anderen. Bei Trockenheit ist er oft locker und weich, nach Regen fest und schwer. Genau dieser Unterschied entscheidet, wie dein Schläger durch den Sand gleitet, deshalb lohnt sich schon beim Betreten ein bewusster Blick auf den Untergrund.
Hindernisse am Grün und auf der Spielbahn unterscheiden
Grünbunker liegen direkt vor oder neben dem Grün. Bis zur Fahne sind es meist nur wenige Meter, selten mehr als rund 30 Meter, und die Kante ist häufig hoch und steil. Hier spielst du den klassischen Explosionsschlag mit viel Sand, bei dem der Ball weich landen und schnell liegen bleiben soll.
Fairwaybunker findest du seitlich oder quer auf der Spielbahn, oft genau dort, wo ein durchschnittlicher Drive landet. Die Kante ist meist flacher, dafür liegt noch eine grosse Distanz vor dir. Das Ziel ändert sich deshalb komplett, statt Präzision an der Fahne geht es um möglichst viel Länge, ohne an der Kante hängen zu bleiben.
Auch der Golfball spielt am Grün eine Rolle. Ein weicher Golfball mit Urethanschale erzeugt beim kurzen Sandschlag mehr Spin und stoppt auf dem Grün deutlich schneller als ein harter Distanzball. Neu kosten solche Modelle schnell ein kleines Vermögen, gebrauchte Premium-Bälle wie Pro V1 oder Chrome Soft machen dieses Plus auch für Einsteiger bezahlbar. In unserer Übersicht findest du Golfbälle nach Modell, sortiert nach Marke und Typ.

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Topfförmige Hindernisse und andere Sonderformen
Die berüchtigtste Sonderform ist der Pot Bunker. Er ist klein, rund und sehr tief, seine fast senkrechten Wände bestehen oft aus aufgeschichteten Grassoden. Typisch sind diese Töpfe auf schottischen Linksplätzen, das bekannteste Beispiel ist der Road Hole Bunker am 17. Loch des Old Course in St Andrews, an dem schon Profis mit mehreren Versuchen gescheitert sind.
Querbunker, auch Cross Bunker genannt, ziehen sich quer über die Spielbahn. Du musst sie überspielen, was vor allem bei kurzen Abschlägen zum Problem wird. Grasbunker sehen dagegen nur aus wie ein Sandhindernis. Sie sind mit Gras bewachsene Mulden und zählen regeltechnisch nicht als Bunker.
Je höher die Wand vor dir, desto wichtiger wird der Loft und desto unwichtiger die Distanz. Bei einem tiefen Topf ist es oft klüger, seitlich oder sogar rückwärts herauszuspielen, statt dreimal an derselben Wand zu scheitern.
Die richtige Technik für den Schlag aus dem Sand
Der Bunkerschlag funktioniert nach einem Prinzip, das sich in einem Satz zusammenfassen lässt. Der Schläger bewegt den Sand und der Sand bewegt den Golfball. Damit ist er das genaue Gegenteil eines Schlags vom Fairway, bei dem du den Ball zuerst und möglichst sauber triffst.
Die Technik baut auf vier Bausteinen auf, dem Setup, dem richtigen Treffpunkt, der offenen Schlagfläche und einem entschlossenen Durchschwung. Fehlt Einsteigern der Erfolg, liegt das selten an zu wenig Kraft. Viel häufiger bremsen sie aus Angst vor einem zu weiten Schlag ab. Die folgenden Abschnitte beziehen sich auf den klassischen Schlag aus dem Grünbunker bei guter Lage, Sonderfälle wie eingegrabene Bälle oder Hanglagen findest du weiter unten.
Stand, Ballposition und Griff richtig einstellen
Drehe deine Füsse leicht in den Sand ein, bis du sicher stehst. Das gibt dir festen Halt und senkt gleichzeitig den tiefsten Punkt deines Schwungs, sodass der Schläger leichter unter den Ball gleitet. Nach den Regeln ist das ausdrücklich erlaubt, solange du damit nicht gezielt die Sandbeschaffenheit testest.
Dein Stand ist etwas breiter als schulterbreit und leicht offen. Als Rechtshänder zeigen Füsse und Hüfte also ein wenig links vom Ziel. Den Ball platzierst du vor der Standmitte, etwa auf Höhe deiner vorderen Ferse. Rund 60 Prozent deines Gewichts liegen auf dem vorderen Bein und bleiben während des gesamten Schwungs dort.
Weil du durch das Eingraben tiefer stehst, fasst du den Griff ein Stück kürzer. Beim Ansprechen lässt du den Schläger knapp über dem Sand schweben. Setzt du ihn direkt hinter dem Ball auf, kostet dich das zwei Strafschläge.

Warum du den Sand und nicht den Ball treffen solltest
Dein Ziel liegt rund 3 bis 5 Zentimeter hinter dem Golfball, das entspricht etwa zwei Ballbreiten. Dort tritt der Schläger in den Sand ein, gleitet unter dem Ball hindurch und wirft ein kleines Sandpolster samt Ball nach oben. Der Ball selbst kommt mit der Schlagfläche im Idealfall gar nicht in Berührung.
Über die Sandmenge steuerst du die Weite. Nimmst du mehr Sand, wird der Bunkerschlag kürzer, nimmst du weniger, fliegt der Ball weiter. Triffst du den Ball direkt, schiesst er flach über das Grün hinaus. Setzt du zu weit hinten auf, verpufft die Energie im Sand und der Ball bleibt liegen.

Dass der Schläger nicht einfach stecken bleibt, verdankst du dem Bounce, der gewölbten Sohle deines Wedges. Sie lässt den Schläger durch den Sand gleiten, statt ihn einzugraben.
Wichtig ist die klare Abgrenzung zum kurzen Spiel auf dem Gras. Beim Chippen willst du einen sauberen Ballkontakt, im Sand genau das Gegenteil. Wer beide Bewegungen bewusst trennt, verwechselt sie auf der Runde nicht.
Mit offener Schlagfläche zu mehr Höhe
Öffne die Schlagfläche, bevor du den Schläger greifst. Drehst du stattdessen erst nach dem Greifen die Hände, schliesst sich die Fläche im Schwung meist wieder. Durch das Öffnen vergrösserst du den effektiven Loft, der Ball steigt steil nach oben und kommt auch über eine hohe Kante.
Gleichzeitig aktivierst du damit den Bounce. Die Sohle liegt flacher im Sand und gleitet noch zuverlässiger hindurch. Weil die geöffnete Fläche nach rechts zeigt, gleichst du das mit deinem offenen Stand nach links aus. Dein Schwung folgt der Linie deiner Füsse, die Schlagfläche schickt den Ball trotzdem Richtung Fahne.
Als Faustregel gilt, je höher die Kante und je näher die Fahne, desto weiter öffnest du. Bei längeren Schlägen aus dem Grünbunker öffnest du die Fläche nur wenig, damit der Ball mehr Länge bekommt.
Den Schwung konsequent bis zum Ende durchziehen
Im Sand brauchst du einen vollen, rhythmischen Schwung, der sich länger anfühlt als nötig. Der Sand bremst den Schläger enorm. Ein Schwung, der den Ball vom Gras weit über das Grün schicken würde, bringt ihn im Sand oft nur wenige Meter weit. Beschleunige deshalb aktiv durch den Sand hindurch. Wer kurz vor dem Treffmoment abbremst, lässt den Ball fast immer liegen.
Hole etwas steiler aus und winkle die Handgelenke früh an. Nach dem Treffmoment schwingst du in ein hohes Finish durch, dein Körper ist dabei zum Ziel gedreht. Das Tempo bleibt bei jeder Distanz gleich, die Weite regelst du über die Länge des Rückschwungs und die Menge an Sand. Wie die Grundbewegung dahinter aufgebaut ist, liest du in unserem Beitrag zum sauberen Golfschwung.
Der passende Schläger für jede Situation
Der Standardschläger im Sand ist das Sand Wedge. Es hat einen Loft von 54 bis 58 Grad, am weitesten verbreitet sind Modelle mit 56 Grad. Erfunden hat es der Amerikaner Gene Sarazen, der mit seinem neuen Schläger 1932 prompt die Open Championship gewann.
Für hohe Kanten und sehr kurze Distanzen zur Fahne greifen Fortgeschrittene zum Lob Wedge mit 58 bis 64 Grad Loft. Liegt die Fahne dagegen weiter entfernt, ab rund 30 Metern, bringt ein Gap oder Pitching Wedge den Ball mit weniger Aufwand ans Ziel.
Im Fairwaybunker entscheiden Kantenhöhe und Distanz über die Wahl, hier kommen Eisen oder ein Hybrid zum Einsatz. Und liegt dein Ball in einem flachen Bunker ohne nennenswerte Kante auf festem Sand, kann sogar der Putter die sicherste Option sein.
Sand Wedge und Bounce einfach erklärt
Der Bounce ist der Winkel zwischen der Vorderkante deines Schlägers und dem tiefsten Punkt der Sohle. Je grösser dieser Winkel, desto stärker prallt die Sohle vom Sand ab, statt sich einzugraben. Genau deshalb ist der Bounce im Sand dein bester Freund.
Wie viel Bounce du brauchst, hängt vor allem vom Sand auf deinem Platz ab. Zusätzlich beeinflusst der Sohlenschliff, auch Grind genannt, wie sich der Bounce verhält, sobald du die Schlagfläche öffnest.

Welcher Bounce zu welchem Sand passt
| Bounce | Winkel | Passender Sand |
|---|---|---|
| Niedrig | bis etwa 6 Grad | fest, nass oder dünn |
| Mittel | 7 bis 10 Grad | wechselnde Bedingungen |
| Hoch | ab 10 Grad | weich, locker und tief |
Für Einsteiger ist ein Sand Wedge mit 56 Grad und mittlerem bis hohem Bounce die verzeihendste Wahl. Es gleicht kleinere Fehler im Treffpunkt aus und funktioniert auf den meisten Plätzen zuverlässig.
Schwierige Lagen im Sand meistern
Nicht jeder Golfball liegt so schön auf dem Sand wie im Übungsbunker. Bevor du schlägst, lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Entscheidend sind fünf Faktoren, ob der Ball eingegraben ist, wie stark der Hang geneigt ist, wie weit die Fahne entfernt ist, wie sich der Sand anfühlt und wie hoch die Kante ist.
Anpassen lassen sich Bunkerschläge über drei Stellschrauben, die Schlagfläche, die Ballposition und die Gewichtsverteilung. Nasser, fester Sand lässt den Schläger zum Beispiel eher abprallen, deshalb öffnest du die Fläche dort weniger. Und egal wie verlockend die Fahne steht, sicher herauskommen hat immer Vorrang vor dem riskanten Angriff.
Eingegrabene Bälle und das gefürchtete Spiegelei
Ein Spiegelei entsteht, wenn ein hoch fliegender Golfball in weichem Sand landet und halb eingegraben in seinem eigenen Krater liegen bleibt. Von oben sieht das tatsächlich aus wie ein Ei in der Pfanne, und für die meisten Hobbygolfer fühlt es sich genauso ausweglos an.
Hier drehst du die Technik bewusst um. Die Schlagfläche bleibt gerade oder wird sogar leicht geschlossen, damit die Vorderkante in den Sand gräbt, statt abzuprallen. Den Ball platzierst du mittig bis leicht hinten im Stand, dein Gewicht liegt klar auf dem vorderen Bein.
Hole steil aus und schlage direkt hinter dem Kraterrand kräftig in den Sand. Statt eines grossen Finishs bleibt der Schwung kurz und wuchtig. Rechne damit, dass der Ball fast ohne Spin herauskommt und deutlich weiter rollt, wähle deinen Landepunkt deshalb früher als gewohnt.
Hanglagen bergauf und bergab
Liegt der Ball bergauf, richtest du deine Schultern parallel zum Hang aus. Der Ball steigt dadurch höher und fliegt kürzer, also schwingst du kräftiger und platzierst ihn etwas weiter vorne im Stand.
Bergab ist die Lage deutlich anspruchsvoller und zählt zu den schwierigsten Schlägen überhaupt, vor allem wenn der Ball am hinteren Bunkerrand liegt. Dein Gewicht liegt klar auf dem vorderen Bein, der Ball weiter hinten im Stand, und auch die Schultern folgen der Hangneigung. Hole steil aus und folge dem Hang mit dem Schläger nach unten. Der Ball fliegt flacher und rollt mehr, plane also genügend Platz bis zur Fahne ein.
Liegt der Ball über deinen Füssen, greifst du kürzer und zielst etwas nach rechts, weil der Ball eher nach links startet. Liegt er unter deinen Füssen, gehst du tiefer in die Knie und zielst etwas nach links.
Lange Schläge aus dem Sand auf der Spielbahn
Im Fairwaybunker gilt die umgekehrte Logik zum Grünbunker. Hier triffst du zuerst den Ball und erst danach den Sand. Grabe deine Füsse nur leicht ein und fasse den Griff entsprechend kürzer, damit du nicht zu tief in den Sand schlägst. Den Ball platzierst du mittig, dein Unterkörper bleibt möglichst ruhig.
Bevor du den Schläger wählst, prüfst du die Kante. Lieber nimmst du einen Schläger mit mehr Loft, der sicher darüber kommt, als einen langen, der an der Kante hängen bleibt. Mit einem kontrollierten Dreiviertelschwung triffst du sauberer, dafür nimmst du einen Schläger mehr als vom Gras. Bei guter Lage und flacher Kante ist ein Hybrid oft einfacher zu spielen als ein langes Eisen.
Diese Regeln gelten im Sand
Die Golfregeln für den Bunker stehen in Regel 12 der offiziellen Regeln von R&A und USGA, die auch Swiss Golf in der Schweiz anwendet. Seit der grossen Regelreform 2019 sind die Einschränkungen im Sand deutlich lockerer als früher. Der Grundgedanke ist geblieben, du sollst die Herausforderung des Sandes meistern, ohne dir dabei Vorteile zu verschaffen. Einen Überblick über alle Regeln vom Abschlag bis zum Grün gibt unser Beitrag Golfregeln einfach erklärt.
Verstösst du gegen eine Einschränkung, erhältst du die Grundstrafe. Im Zählspiel sind das zwei Schläge, im Lochspiel verlierst du das Loch. Für unspielbare Bälle und Wasser im Sand gibt es zusätzlich eigene Erleichterungsregeln.
Was du vor dem Schlag tun darfst
Vor deinem Schlag darfst du lose hinderliche Naturstoffe wie Laub, Zweige oder Steine entfernen, so steht es in Regel 12.2a. Bewegliche Hemmnisse wie einen herumliegenden Rechen darfst du ebenfalls wegnehmen.
Du darfst deine Füsse für einen festen Stand eindrehen, dich auf einen Schläger stützen oder Schläger und Ausrüstung im Sand ablegen. Berührst du den Sand, um einen Sturz abzufangen, oder versehentlich ausserhalb deines Schlags, bleibt das straflos. Auch das Glätten des Sandes zur Platzpflege ist erlaubt, solange du damit weder deine Lage noch deine Spiellinie verbesserst.
Was eine Strafe nach sich zieht
Zwei Strafschläge kostet es dich, wenn du den Sand absichtlich mit der Hand, dem Schläger oder dem Rechen berührst, um seine Beschaffenheit zu testen. Ebenso verboten ist es, den Sand mit dem Schläger direkt vor oder hinter dem Ball zu berühren, beim Probeschwung in den Sand zu schlagen oder ihn im Rückschwung zu streifen. Auch alles, was deine Lage, den Raum für deinen Schwung oder deine Spiellinie verbessert, ist tabu.
Im Lochspiel bedeutet jeder dieser Verstösse den Verlust des Lochs.

Wenn der Ball unspielbar ist oder Wasser im Sand steht
Einen Ball im Bunker darfst du jederzeit für unspielbar erklären, geregelt ist das in Regel 19.3. Drei Optionen kosten dich einen Strafschlag, nur wer den Sand ganz verlassen will, zahlt doppelt.
Deine Optionen bei einem unspielbaren Ball im Bunker
| Option | So gehst du vor | Strafe |
|---|---|---|
| Schlag und Distanzverlust | Noch einmal von der Stelle des letzten Schlags spielen | 1 Schlag |
| Zurück auf der Linie im Bunker | Auf der Linie von der Fahne über den Ball nach hinten droppen, innerhalb des Bunkers | 1 Schlag |
| Seitlich im Bunker | Innerhalb von zwei Schlägerlängen droppen, nicht näher zur Fahne | 1 Schlag |
| Zurück auf der Linie ausserhalb | Auf der Linie von der Fahne über den Ball nach hinten droppen, ausserhalb des Bunkers | 2 Schläge |

Steht nach einem Gewitter Wasser im Sand, handelt es sich um zeitweiliges Wasser und damit um einen ungewöhnlichen Platzzustand nach Regel 16.1c. Du bekommst straflose Erleichterung im Bunker am nächstgelegenen Punkt ohne Behinderung. Ist das nicht vollständig möglich, nimmst du die grösstmögliche Erleichterung im Bunker. Alternativ darfst du mit einem Strafschlag auf der Linie ausserhalb des Bunkers droppen.
Nach dem Schlag den Sand richtig rechen
Nach deinem Schlag glättest du Fussspuren und Schlagloch. Das gehört zur Etikette und ist eine Frage der Fairness, schliesslich soll der nächste Flight seinen Ball nicht in deinem Fussabdruck finden. Betrete und verlasse den Bunker an der flachsten Stelle, so schonst du die empfindliche Kante. Am besten legst du den Rechen schon vor dem Schlag in deine Nähe, dann geht es danach zügig.
Ziehe den Rechen eher zu dir, statt ihn zu schieben, und häufe den Sand nicht an den Kanten an. Wo der Rechen danach liegt, im oder neben dem Bunker, regelt die Platzregel deines Clubs. Sobald dein Ball den Bunker verlassen hat, darfst du den Sand übrigens straflos berühren und glätten.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Viele Fehler im Sand entstehen nicht in den Händen, sondern im Kopf. Der häufigste ist der direkte Angriff auf die Fahne, obwohl der sichere Weg über eine flachere Kante führen würde. Wer hier ein paar Meter Umweg in Kauf nimmt, spart sich oft zwei Schläge.
Fast genauso verbreitet ist die Angst vor zu viel Weite. Aus Sorge, den Ball über das Grün zu schiessen, bremsen viele den Schwung ab, und der Ball bleibt liegen. Andere spielen den Sandschlag wie einen Chip und erwarten einen rollenden Ball. Der Bunkerschlag im Golf funktioniert aber anders, der Ball fliegt hoch, landet weich und rollt nur wenig aus.
Unterschätzt wird auch der Sand selbst. Wer beim Betreten nicht spürt, ob er fest oder locker ist, kann die Technik nicht anpassen. Und nach einem Fehlschlag folgt oft der nächste, weil hektisch nachgeschlagen wird. Atme durch, baue deine Routine neu auf und starte bewusst von vorn.
Der vielleicht grösste Fehler ist, den Sand nur auf der Runde zu erleben und nie gezielt zu trainieren. Merke dir als Leitlinie, raus aufs Grün und zwei Putts sind immer besser als ein Doppelbogey.
So übst du Sandschläge effektiv und günstig
Viele Hobbygolfer machen um den Übungsbunker einen grossen Bogen und verbringen ihre Trainingszeit lieber auf der Driving Range. Dabei lassen sich gerade im Sand mit wenig Aufwand viele Schläge sparen. Die meisten Schweizer Golfanlagen und Golfparks bieten einen Übungsbunker direkt neben dem Übungsgrün an.
Sicherheit für Bunkerschläge im Golf entsteht nur durch Wiederholung. Plane lieber regelmässig kurze Einheiten von 15 bis 20 Minuten ein als selten eine lange. Kombiniere das Sandtraining mit Chip- und Putttraining, so übst du das komplette kurze Spiel rund ums Grün in einem Durchgang.
Übungsideen für Range und Übungsgrün
Starte mit der Linienübung. Ziehe mit dem Schläger eine gerade Linie in den Sand und versuche ohne Ball, den Sand jedes Mal knapp vor der Linie zu treffen. So trainierst du den richtigen Eintreffpunkt, ohne dass dich das Ergebnis ablenkt.
Bei der Banknotenübung stellst du dir rund um den Ball einen Sandbereich in der Grösse einer Banknote vor. Dein Ziel ist, genau diesen Bereich samt Ball herauszuschlagen, nicht mehr und nicht weniger. Für die Distanzkontrolle legst du auf dem Übungsgrün drei Zielzonen in verschiedenen Entfernungen fest und spielst sie abwechselnd an.
Fortgeschrittene stellen schwierige Lagen bewusst nach, drücken einen Ball als Spiegelei in den Sand oder legen ihn an den Hang. Zum Abschluss spielst du drei Bälle wie auf der Runde und zählst, wie oft du mit höchstens zwei Schlägen einlochst. Dieser Wert zeigt dir ehrlich, wie sich dein Spiel aus dem Sand entwickelt.
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Sand wirkt auf Golfbälle wie Schleifpapier. Er raut die Schale auf und hinterlässt Kratzer, schon nach wenigen Trainingseinheiten sieht ein neuer Ball nicht mehr neu aus. Teure Neuware im Übungsbunker zu verwenden, lohnt sich deshalb kaum.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Bunker beim Golf?
Ein Bunker ist ein mit Sand gefülltes Hindernis auf dem Golfplatz, das dein Spiel aus dem Sand prüft. Geregelt ist er in Regel 12 der Golfregeln.
Darf man im Bunker den Sand berühren?
Ja, seit 2019 grundsätzlich schon. Verboten bleibt, den Sand zu testen oder ihn mit dem Schläger direkt vor oder hinter dem Ball zu berühren.
Darf man im Bunker einen Probeschwung machen?
Ja, aber ohne den Sand zu berühren. Wer beim Probeschwung in den Sand schlägt, erhält zwei Strafschläge im Zählspiel.
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