Golfregeln einfach erklärt für deine nächste Runde
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Du stehst am ersten Abschlag, der Puls geht hoch, und im Hinterkopf schwirrt die Frage, was eigentlich passiert, wenn der Golfball im Teich landet. Keine Sorge. Das Regelwerk wirkt dicker, als es sich auf der Runde anfühlt. Mit ein paar Grundsätzen und den typischen Abläufen kommst du durch fast jede Situation. Hier erfährst du, worauf es vom Abschlag bis zum Grün ankommt, wie du Strafschläge richtig zählst und wo dir die Regeln sogar helfen.
Das Wichtigste in Kürze
Hier findest du die Golfregeln kompakt zusammengefasst für deine nächste Runde.
- Weltweit gelten dieselben 25 Regeln von R&A und USGA, in der Schweiz betreut von Swiss Golf.
- Grundprinzip ist, den Platz so zu spielen, wie du ihn vorfindest, und den Ball so, wie er liegt.
- Es gibt keinen Schiedsrichter, du zählst deine Strafschläge selbst und ehrlich.
- Erlaubt sind maximal 14 Schläger und nur regelkonforme Bälle, gebrauchte Markenbälle eingeschlossen.
- Für die Suche nach einem verlorenen Ball hast du drei Minuten Zeit.
- Ein Ball im Aus oder ein verlorener Ball kostet einen Strafschlag, gespielt wird erneut von der vorherigen Stelle.
- Im Wasser darfst du den Ball straflos spielen oder mit einem Strafschlag Erleichterung nehmen.
- Bei Wegen, Tierlöchern oder Pfützen bekommst du straflose Erleichterung, gedroppt wird aus Kniehöhe.
- Im Bunker darfst du den Sand nicht direkt vor oder hinter dem Ball und nicht beim Probeschwung berühren.
- Auf dem Grün darfst du deinen Ball markieren, reinigen und Schäden ausbessern.
- Zur Etikette gehören zügiges Spiel, Rücksicht auf Mitspieler und die Pflege des Platzes.
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Die Grundgedanken hinter dem Spiel
Golf folgt einem einfachen Ziel. Du spielst den Ball mit möglichst wenigen Schlägen vom Abschlag ins Loch. Alles, was das offizielle Regelwerk sonst noch festlegt, soll diesen Weg für alle Spieler gleich fair machen. Genau deshalb wirken viele Golfregeln für Anfänger auf den ersten Blick kleinlich, ergeben aber Sinn, sobald du den Gedanken dahinter kennst.
Gespielt wird meist in zwei Grundformen. Im Zählspiel zählt jeder einzelne Schlag über die ganze Runde. Im Lochspiel trittst du direkt gegen einen Gegner an, und jedes Loch wird einzeln gewonnen, geteilt oder verloren. Einen Überblick über alle gängigen Formate gibt unser Beitrag zu den Spielformen im Golf.
In Schweizer Clubturnieren begegnet dir zudem häufig Stableford, eine Punktewertung, bei der ein verkorkstes Loch nicht die ganze Runde ruiniert. Wer zu zweit antritt, lernt früher oder später den Foursome mit zwei Spielern und einem Ball kennen, bei dem abwechselnd geschlagen wird und jeder Fehler direkt beim Partner landet.
Über allem steht der sogenannte Spirit of the Game. Gemeint ist, ehrlich zu spielen, Rücksicht auf andere zu nehmen und den Platz zu schonen. Wer diese drei Punkte verinnerlicht, liegt in den meisten Situationen schon richtig, auch ohne jede Regelnummer auswendig zu kennen.
Den Ball spielen, wie er liegt
Der wichtigste Grundsatz im Golf lautet, den Platz so zu spielen, wie du ihn vorfindest, und den Ball so, wie er liegt. Landet dein Golfball hinter einem Baum, in einer Mulde oder auf nacktem Boden, gehört das zum Spiel. Du darfst keine Äste abbrechen, keinen Boden flachdrücken und den Ball nicht zurechtlegen, nur weil die Lage ungünstig ist. Lose Naturstoffe wie Blätter, Zweige oder Tannzapfen kannst du hingegen entfernen, solange sich dein Ball dabei nicht bewegt. Bewegt er sich doch durch dein Zutun, kostet das einen Strafschlag, und der Ball kommt an seine ursprüngliche Stelle zurück.
Von diesem Grundsatz gibt es klar definierte Ausnahmen. Überall dort, wo die Regeln ausdrücklich Erleichterung erlauben, etwa bei Wegen oder Wasser, darfst du deinen Ball aufnehmen und an anderer Stelle weiterspielen. Wie das funktioniert, liest du weiter unten.
Fairness und Selbstkontrolle statt Schiedsrichter
Anders als beim Fussball oder Eishockey pfeift auf dem Golfplatz niemand ab. Bei normalen Runden und den meisten Clubturnieren gibt es keinen Schiedsrichter. Du bist selbst dafür verantwortlich, die Regeln zu kennen, Verstösse zu erkennen und deine Strafschläge ehrlich aufzuschreiben.
Im Zählspiel führt ein Mitspieler als Zähler deine Scorekarte. Nach der Runde vergleicht ihr die Ergebnisse, beide unterschreiben, und erst dann gibst du die Karte ab. Diese gegenseitige Kontrolle funktioniert erstaunlich gut, weil Ehrlichkeit im Golf zu den höchsten Tugenden zählt.
Bist du dir in einer Situation unsicher, hilft im Zählspiel ein einfacher Trick. Du spielst die Situation mit einem zweiten Ball zu Ende, legst vorher fest, welcher Ball zählen soll, und schilderst den Fall vor Abgabe der Scorekarte der Spielleitung. Sie entscheidet dann, welches Ergebnis gilt.
Unwissenheit schützt zwar nicht vor einer Strafe. Ein offener Umgang mit Fehlern wird auf dem Platz aber immer geschätzt.
Was in deine Golftasche darf
In deiner Tasche dürfen höchstens 14 Schläger stecken. Weniger ist jederzeit erlaubt, und gerade als Einsteiger kommst du mit einem halben Satz oft besser zurecht.
Hast du versehentlich einen Schläger zu viel dabei, kostet das im Zählspiel zwei Strafschläge für jedes Loch, an dem der Verstoss bestand, maximal aber vier pro Runde. Ein kurzer Blick in die Tasche vor dem ersten Abschlag erspart dir diesen Ärger. Geht ein Schläger während der Runde kaputt, darfst du ihn weiterverwenden oder ersetzen. Das gilt nicht, wenn du ihn aus Wut selbst beschädigt hast.
Auch für Bälle gibt es Vorgaben. Erlaubt sind Modelle, die den Ausrüstungsvorschriften entsprechen und auf der offiziellen Liste konformer Bälle stehen. Ob ein Golfball neu aus der Schachtel kommt oder schon eine Weile im Teich lag, spielt dabei keine Rolle. Gebrauchte Markenbälle wie Pro V1, Chrome Soft oder TP5 sind genauso regelkonform wie neue, solange sie unbeschädigt sind.
Damit du deinen Ball jederzeit eindeutig erkennst, solltest du ihn mit einem eigenen Zeichen versehen, zum Beispiel mit zwei Punkten oder deinen Initialen. Spielst du im Zählspiel versehentlich den Ball eines Mitspielers, kostet das zwei Strafschläge, und du musst den Fehler korrigieren.
Entfernungsmesser sind übrigens grundsätzlich erlaubt, sofern dein Club sie nicht per Platzregel verbietet.
Checkliste vor dem ersten Abschlag
- Maximal 14 Schläger in der Tasche
- Ball mit eigenem Zeichen markiert
- Genügend Ersatzbälle dabei
- Platzregeln auf der Scorekarte gelesen
- Pitchgabel und Tees eingesteckt
Vom Abschlag bis zum Grün
Ein Golfplatz besteht laut Regelwerk aus fünf Bereichen. Dazu gehören der Abschlag, das Gelände mit Fairway und Rough, die Bunker, die Penalty Areas und das Grün. Für jeden dieser Bereiche gelten eigene Besonderheiten. Die folgenden Abschnitte begleiten dich in der Reihenfolge, in der du sie auf einer Bahn erlebst. So hast du die wichtigsten Golfregeln genau dann im Kopf, wenn du sie brauchst.

Am Abschlag
Jedes Loch beginnt im Abschlagbereich. Er liegt zwischen den beiden Abschlagmarkierungen und reicht zwei Schlägerlängen nach hinten. Dein Ball muss innerhalb dieses Rechtecks liegen, du selbst darfst aber ausserhalb stehen. Aufteen ist nur hier erlaubt. Fällt dir der Ball vor dem Schlag vom Tee oder stösst du ihn beim Ansprechen herunter, setzt du ihn einfach straflos wieder auf. Schlägst du dagegen vor den Markierungen ab, gibt es im Zählspiel zwei Strafschläge, und du musst den Schlag korrekt wiederholen.
Traditionell schlägt zuerst, wer am vorherigen Loch das beste Ergebnis hatte. Im Zählspiel ist es aber ausdrücklich erwünscht, dass einfach spielt, wer bereit ist. Welche Abschlagfarbe du wählst, hängt von deiner Spielstärke ab. Als Anfänger bist du mit den weiter vorne liegenden Markierungen meist gut beraten.
Im Bunker
Der Bunker gehört für viele Einsteiger zu den gefürchtetsten Orten auf dem Platz, und das liegt auch an den Regeln. Du darfst den Sand vor deinem Schlag nicht mit dem Schläger berühren, weder direkt hinter dem Ball noch beim Probeschwung. Damit soll verhindert werden, dass du die Beschaffenheit des Sandes testest.
Seit 2019 ist es dagegen erlaubt, lose Naturstoffe wie Blätter oder Steine im Bunker straflos zu entfernen. Auch einen Rechen oder einen zweiten Schläger darfst du im Sand ablegen, ohne dass es als Testen gilt.
Liegt dein Ball so ungünstig, dass du ihn nicht spielen willst, kannst du ihn für unspielbar erklären. Neben den üblichen Optionen mit einem Strafschlag gibt es im Bunker eine Sonderlösung. Mit insgesamt zwei Strafschlägen darfst du den Ball ausserhalb des Bunkers droppen, und zwar auf der Linie zwischen Fahne und ursprünglicher Lage nach hinten.
Nach deinem Schlag glättest du deine Spuren mit dem Rechen, damit die nächste Gruppe faire Bedingungen vorfindet. Wie der Schlag aus dem Sand technisch gelingt und was der Bounce deines Wedges damit zu tun hat, liest du im Beitrag Bunker im Golf.
Auf dem Grün
Auf dem Grün hast du die meisten Freiheiten. Du darfst deinen Ball jederzeit markieren, aufnehmen und reinigen, musst ihn danach aber exakt an dieselbe Stelle zurücklegen.
Schäden wie Pitchmarken oder Abdrücke von Schuhen darfst du vor dem Putten ausbessern. Das hält deine Puttlinie sauber und das Grün in gutem Zustand.
Die Fahne darf beim Putten im Loch stecken bleiben. Triffst du sie, passiert nichts. Bewegt sich dein Ball auf dem Grün versehentlich, etwa weil dir der Putter aus der Hand rutscht, legst du ihn straflos zurück.
Vorsicht gilt, wenn noch andere Bälle auf dem Grün liegen. Triffst du im Zählspiel mit deinem Putt den Ball eines Mitspielers, kostet dich das zwei Strafschläge. Lass ihn im Zweifel lieber markieren.
Ausserdem musst du im Zählspiel jedes Loch zu Ende spielen, während dir im Lochspiel der Gegner einen kurzen Putt schenken kann.
Wenn der Ball nicht da liegt, wo er soll
Früher oder später landet jeder Golfball einmal im Gebüsch, im Aus oder im Wasser. Für Einsteiger ist das sogar der häufigste Moment, in dem Regeln wirklich zählen. Wichtig ist, zwei Fälle zu unterscheiden. Manche Situationen kosten dich einen Strafschlag, in anderen bekommst du Erleichterung, ohne dass es dich etwas kostet. Straflose Erleichterung gibt es bei ungewöhnlichen Platzverhältnissen. Dazu zählen Wege, Löcher von Tieren, Boden in Ausbesserung und Pfützen nach starkem Regen. Du bestimmst den nächstgelegenen Punkt, an dem diese Behinderung nicht mehr besteht, und droppst innerhalb einer Schlägerlänge davon, nicht näher zur Fahne.
Gedroppt wird seit 2019 aus Kniehöhe. Du hältst den Ball also auf Höhe deines Knies und lässt ihn fallen. Er muss im festgelegten Erleichterungsbereich liegen bleiben, sonst droppst du erneut und legst ihn notfalls hin.

Ein verlorener Ball ist übrigens kein Drama, sondern Alltag. Wer gerade anfängt, verliert auf einer Runde schnell eine Handvoll davon. Umso wichtiger ist es, genügend Ersatz in der Tasche zu haben.
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Ball verloren oder im Aus
Für die Suche nach deinem Ball hast du drei Minuten Zeit. Findest du ihn bis dahin nicht, gilt er als verloren. Im Aus liegt ein Ball, wenn er sich vollständig jenseits der Platzgrenze befindet, die meist mit weissen Pfählen oder Linien markiert ist. In beiden Fällen gilt das gleiche Verfahren. Du erhältst einen Strafschlag und spielst erneut von der Stelle, an der du zuletzt geschlagen hast. Man spricht dabei von Schlag und Distanzverlust.
Damit du nicht zurücklaufen musst, darfst du einen provisorischen Ball spielen, sobald dein erster Ball verloren oder im Aus sein könnte. Wichtig ist, dass du das vorher klar ansagst. Findest du den ersten Ball doch noch rechtzeitig im Platz, spielst du mit ihm weiter.
Viele Clubs erlauben vor allem für private Runden ausserdem per Platzregel eine Alternative. Dabei droppst du mit zwei Strafschlägen in der Nähe der Stelle, an der dein Ball verloren ging oder ins Aus flog. Ob dein Platz diese Regel anbietet, steht auf der Scorekarte oder am Anschlagbrett im Clubhaus.

Wenn dein Ball im Teich landet
Teiche, Bäche und andere Penalty Areas erkennst du an gelben oder roten Pfählen und Linien. Landet dein Ball darin, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder spielst du ihn straflos, wie er liegt, wobei du den Schläger sogar aufsetzen darfst. Oder du nimmst mit einem Strafschlag Erleichterung.
Bei einer gelben Markierung spielst du entweder erneut von der Stelle des letzten Schlags oder droppst den Ball auf einer gedachten Linie zwischen Fahne und dem Punkt, an dem er die Grenze zuletzt gekreuzt hat, beliebig weit nach hinten. Bei einer roten Markierung kommt eine dritte Option dazu. Du darfst innerhalb von zwei Schlägerlängen seitlich von diesem Punkt droppen, nicht näher zur Fahne.

Gefunden werden muss der Ball dafür nicht. Es muss aber bekannt oder so gut wie sicher sein, dass er tatsächlich im Wasser gelandet ist und nicht etwa im Gebüsch daneben.
Spannend ist, was danach mit den versenkten Bällen passiert. Sie werden aus den Teichen geholt, anschliessend gereinigt, von Hand geprüft und nach Qualität sortiert. Als gebrauchte Golfbälle im praktischen 50er Netz bekommen sie so eine zweite Runde auf dem Platz. Mehr dazu, warum Lakeballs in der Schweiz so beliebt sind, liest du in unserem Beitrag.
Das schont dein Budget und die Umwelt gleichermassen, denn jeder wiederverwendete Ball muss nicht neu produziert werden.
Unspielbare Lage und Erleichterung
Liegt dein Ball unter einem dichten Busch, eingeklemmt an einer Baumwurzel oder mitten im Gestrüpp, darfst du ihn für unspielbar erklären. Diese Entscheidung triffst nur du selbst, und zwar überall auf dem Platz ausser in einer Penalty Area. Für einen Strafschlag stehen dir drei Wege offen. Du spielst erneut von der Stelle des letzten Schlags, droppst auf der Linie zwischen Fahne und Ball beliebig weit nach hinten oder droppst seitlich innerhalb von zwei Schlägerlängen, nicht näher zum Loch.
Gerade als Einsteiger lohnt sich hier ein ehrlicher Blick. Ein bewusst genommener Strafschlag ist oft klüger als drei verzweifelte Versuche, den Ball aus einer aussichtslosen Lage zu befreien. Verwechsle die unspielbare Lage aber nicht mit straflosen Situationen. Liegt dein Ball auf einem Weg oder neben einem Bewässerungsdeckel, bekommst du Erleichterung ohne Strafe.
Strafschläge auf einen Blick
Strafschläge sollen einen möglichen Vorteil ausgleichen, den du durch einen Fehler erlangt hast. Die meisten Situationen lassen sich zwei Gruppen zuordnen. Einen Strafschlag kassierst du in diesen Fällen.
- Ball im Aus oder verloren
- Erleichterung aus einer Penalty Area
- Ball für unspielbar erklärt
- Ruhenden Ball versehentlich bewegt, ausser auf dem Grün
Zwei Strafschläge im Zählspiel, die sogenannte Grundstrafe, gibt es in diesen Fällen.
- Falschen Ball gespielt
- Sand im Bunker vor dem Schlag mit dem Schläger berührt
- Lage oder Schwungraum unerlaubt verbessert
- Ausserhalb des Abschlagbereichs abgeschlagen
- Mit einem Putt einen anderen Ball auf dem Grün getroffen

Im Lochspiel bedeutet die Grundstrafe nicht zwei Strafschläge, sondern den Verlust des Lochs. Disqualifiziert wirst du nur bei schweren Verstössen, etwa wenn du eine Scorekarte mit einem zu niedrigen Ergebnis abgibst.
Noch ein Tipp für Turniere nach Stableford. Sobald du an einem Loch keine Punkte mehr holen kannst, darfst du den Ball aufnehmen. Das spart Zeit, Nerven und manchmal auch einen weiteren Ball.
Etikette und Verhalten auf der Runde
Etikette klingt nach steifem Benimmkodex, ist im Golf aber ganz praktisch gemeint. Sie sorgt dafür, dass alle Spass haben und der Platz in gutem Zustand bleibt. Seit 2019 sind diese Verhaltensstandards fest im Regelwerk verankert, und Clubs dürfen für grobe Verstösse eigene Strafen festlegen.
Wer sich auf die Prüfung vorbereitet, merkt schnell, dass die Golfregeln zur Platzreife nicht nur Strafschläge und Erleichterungen umfassen, sondern auch genau diese Verhaltensregeln. Dazu gehört, ruhig zu sein, während andere schlagen, und nicht in die Puttlinie deiner Mitspieler zu treten.
Halte dich ausserdem an die Kleidervorgaben des Clubs. Auf vielen Schweizer Plätzen geht es dabei locker zu, gepflegt und sportlich sollte dein Outfit aber sein.
Spieltempo und Ready Golf
Langsames Spiel gehört zu den grössten Ärgernissen auf dem Golfplatz. Ready Golf löst dieses Problem auf einfache Weise. Wer bereit ist, spielt, sofern es sicher ist, statt auf die traditionelle Reihenfolge zu warten. Als Richtwert gilt, einen Schlag in rund 40 Sekunden auszuführen.
Wähle deinen Schläger schon, während andere spielen, stelle deine Tasche in Richtung des nächsten Abschlags ab und notiere den Score erst am nächsten Tee. Halte den Anschluss an die Gruppe vor dir und lass schnellere Gruppen durchspielen. Auch ein gut gefülltes Ballfach hilft. Wer genügend Ersatz dabeihat, sucht nicht minutenlang im Rough, sondern spielt nach drei Minuten einfach weiter.
Pitchmarken, Divots und Bunker pflegen
Ein gepflegter Platz ist das Ergebnis vieler kleiner Handgriffe. Schlägt dein Ball auf dem Grün eine Delle, besserst du diese Pitchmarke mit der Pitchgabel aus. Stich dazu am Rand ein und schiebe den Rasen zur Mitte, statt ihn von unten hochzuhebeln, sonst reisst du die Wurzeln ab.
Herausgeschlagene Rasenstücke, sogenannte Divots, legst du zurück und trittst sie fest. Viele Plätze stellen alternativ eine Mischung aus Sand und Saat bereit, mit der du die Lücke auffüllst.
Im Bunker glättest du deine Spuren mit dem Rechen und legst ihn so ab, wie es dein Club vorgibt. Halte ausserdem mit Trolley und Tasche Abstand zu Grüns und Abschlägen.
Sicherheit für dich und andere
Ein Golfball kann über 200 Kilometer pro Stunde schnell werden und ist dann ein echtes Geschoss. Sicherheit hat deshalb immer Vorrang.
Schau vor jedem Schwung, ob jemand in deiner Nähe steht, und schlage erst, wenn die Gruppe vor dir sicher ausser Reichweite ist. Fliegt dein Ball in Richtung anderer Personen, rufst du laut und deutlich «Fore». Hörst du den Ruf selbst, duckst du dich und schützt deinen Kopf mit den Händen.
Zieht ein Gewitter auf, unterbrichst du das Spiel sofort und suchst Schutz. Achte auch auf der Driving Range auf genügend Abstand, denn dort passieren die meisten Unfälle.
Wo du das offizielle Regelbuch findest
Herausgegeben werden die Regeln gemeinsam von der R&A in St Andrews und der USGA in den USA. Ihr Regelwerk gilt weltweit einheitlich, ob du in Bern, Bremen oder Boston spielst. Die aktuellen Golfregeln stammen aus der Ausgabe, die seit dem 1. Januar 2023 gilt. Überarbeitet wird das Regelwerk üblicherweise alle vier Jahre, es lohnt sich also, regelmässig nach Neuerungen Ausschau zu halten.
Das komplette Golfregelbuch findest du kostenlos in der offiziellen App der R&A sowie auf den Webseiten der Verbände.
Die App bietet Videos, Grafiken und eine Suchfunktion, die dir auch mitten auf der Runde schnell weiterhilft. Für knifflige Detailfragen gibt es das offizielle Handbuch der R&A mit Auslegungen und Beispielen.
Viele Golfer schwören zusätzlich auf wasserfeste Regelführer im Taschenformat, die nach Spielsituationen sortiert sind. Vergiss ausserdem die Platzregeln deines Clubs nicht. Sie ergänzen das offizielle Regelwerk und stehen meist auf der Rückseite der Scorekarte oder am Anschlagbrett im Clubhaus.
Unterschiede zwischen Swiss Golf und DGV
Auf dem Platz selbst gibt es zwischen der Schweiz und Deutschland keinen Unterschied. Die Golfregeln des DGV sind inhaltlich identisch mit denen von Swiss Golf, denn beide Verbände übernehmen das Regelwerk der R&A. Ein Ball im Teich kostet dich in der Lenzerheide also genauso einen Strafschlag wie am Starnberger See.
Unterschiede gibt es in der Organisation. Swiss Golf stellt die Regeln in den Landessprachen bereit, für Deutschland erscheint das Regelbuch des DGV. Auch Handicapverwaltung, Turnierausschreibungen und die Anforderungen an Platzreife und Spielberechtigung regelt jeder Verband und teilweise jeder Club auf eigene Weise.
Eine Schweizer Besonderheit ist die ASGI, die Vereinigung für Golfer ohne Clubmitgliedschaft. Über sie kannst du ein offizielles Handicap führen und Golf in der Schweiz ohne Clubmitgliedschaft spielen, ohne gleich einen hohen Jahresbeitrag zu bezahlen.
Planst du eine Runde in Deutschland oder anderswo im Ausland, lohnt sich vor dem Abschlag ein Blick auf die örtlichen Platzregeln. Die Grundregeln kennst du dann bereits, nur die lokalen Besonderheiten können variieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Golfregeln gibt es?
Das offizielle Regelwerk von R&A und USGA umfasst seit 2023 insgesamt 25 Regeln mit zahlreichen Unterpunkten. Es gilt weltweit einheitlich, auch in der Schweiz.
Was ist die wichtigste Regel im Golf?
Spiele den Platz, wie du ihn vorfindest, und den Ball, wie er liegt. Fast alle weiteren Regeln bauen auf diesem Grundsatz auf.
Was passiert, wenn mein Ball im Wasser landet?
Du spielst ihn, wie er liegt, oder nimmst mit einem Strafschlag Erleichterung. Bei roter Markierung darfst du auch seitlich droppen.
Was sind Lakeballs?
Lakeballs sind Golfbälle, die aus Teichen auf Golfplätzen geborgen, gereinigt und sortiert werden. Sie sind bis zu 70 Prozent günstiger als neue.
Darf ich gebrauchte Golfbälle im Turnier spielen?
Ja, solange das Modell auf der Liste konformer Golfbälle steht und unbeschädigt ist. Ob neu oder gebraucht, spielt keine Rolle.
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Die Regeln verlangen konforme Bälle, nicht neue. Mit genügend Ersatz in der Tasche sparst du dir die Suche im Rough, bleibst im Spieltempo und verlierst keinen teuren Ball im Teich. Alle drei gibt es bei TopBall von Hand sortiert und geprüft.
Weisse Markenbälle als Ersatz fürs Rough und fürs Wasser. Viele Bälle, wenig Geld.
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Zum ProduktKauf auf Rechnung und TWINT · Superschneller Versand aus Bern · Nr. 1 für Lakeballs in der Schweiz

